Das Gedächtnis des Menschen – Zwischen Wunder und Wahnsinn

Das Gedächtnis des Menschen ist seit Jahrhunderten in vielen Punkten ein Rätsel für die Mediziner und Wissenschaftler. Bis heute konnte man nicht jede Funktion, die in Verbindung mit dem Gedächtnis steht, ergründen, was natürlich auch Problematiken mit sich zieht. Denn Aufgrund der „Unwissenheit“ über diese Thematik gibt es auch viele Krankheiten, die besonders im Alter ein hohes Risiko darstellen können.

Die Abhängigkeit kann zum Problem werden

Die Abhängigkeit, die jeder Mensch gegenüber dem Gedächtnis hat, stellt dabei die größte Gefahr dar. Über die Jahre hinweg lernen wir unzählige Dinge, die sich in unserem Gedächtnis speichern und von dort aus immer wieder abgerufen werden können. Im Prinzip kann man sich das Gedächtnis auch wie eine große Bibliothek vorstellen, die immer weiter wächst und neue Kategorien hinzufügt. So beispielsweise, wenn wir als Mensch neue Sprachen lernen. Diese Kategorie gibt es im Vorfeld in unserem Gedächtnis nicht und wird daher neu angelegt. Alles was wir dann im Zusammenhang mit der Sprache lernen, wird dann in diesem Bereich gespeichert. Wo genau dieser Bereich dann sein wird, dass legt unser Gehirn ganz eigenständig fest. Problematisch wird es dann, wenn plötzlich Dinge, die wir im Alltag benötigen plötzlich verloren gehen. Wichtige Elemente, die notwendig sind um gewisse Aufgaben meistern zu können. Bei einem solchen Verlust sprechen wir in der Regel vom typischen Vergessen. Dies kann vorkommen, wenn diese Information über einen längeren Zeitraum nicht abgerufen wird. Aber es gibt auch Krankheiten, die dieses Phänomen hervorrufen. Eine der bekanntesten Formen ist hierbei die Demenz, auf die im zweiten Teil des Textes eingegangen werden soll.

Demenz – Der Anfang eines tragischen Weges

Die Demenz ist eine Krankheit, die nahezu jedem Menschen in gewisser Weise bekannt ist. In der Regel tritt diese Krankheit erst in einem höheren Alter auf, obwohl es auch hier selbstverständlich Ausnahmen geben kann. Bei einer Demenz verliert das Gehirn immer mehr an Informationen, wobei diese nicht direkt verloren gehen, wie man nach neusten Studien feststellen konnte. Vielmehr handelt es sich hier um das Problem, dass das Gehirn nicht mehr weiß wo die entsprechende Information gespeichert ist. Wie bei einem Buch, bei dem man das Inhaltsverzeichnis heraus nimmt. Nach wie vor sind alle Informationen noch in dem Buch enthalten. Dennoch weiß man jetzt nicht mehr, an welcher Stelle diese benötigen Informationen stehen. Nach und nach können diese Informationen auch wieder abgerufen werden, gehen aber auch genauso wieder verloren. Die Demenz breitet sich dabei langsam im Gedächtnis aus und schädigt das Gehirn immer mehr, bis irgendwann keine Informationen mehr zur Verfügung stehen. Ein Heilmittel gegen Demenz gibt es bisher nicht, weshalb man hier auch von dem Anfang eines tragischen Weges spricht. Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf die Person, die unter der Demenz leidet sondern auch auf die näheren Angehörigen und die Mitmenschen in der unmittelbaren Umgebung. Die psychische Belastung, mit dieser Situation zurecht zu kommen, ist hier besonders hoch. Dies ist auch ein entscheidender Grund dafür, warum so viele Menschen so große Angst vor dieser Krankheit haben. Egal ob diese auf sich selbst oder auf Menschen, die einem nahe stehen bezogen ist.

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